Rodica Draghincescu

 

 

 

(Frankreich)

 

 

DIE DICHTUNG ALS WUNDE

 

Das dichterische Schreiben ist ein öffentliches Transportmittel zum Woanders! Non- stop, fast gratis, erste Klasse, mit an unsere Wahrnehmungsbedürfnisse angepaßter Geschwindigkeit und einem komplizierten Hinundher von Liebesbriefchen zwischen den andern und einem selbst, zwischen der Welt, wie sie sich uns darstellt und unserer immer zarten, wandelbaren, im Werden begriffenen Empfindsamkeit.

 

Von Kindheit an läßt sich die Vorstellungskraft in uns erahnen, unter der Form eines Hangs zum Träumen, zum andauernden, nachahmenden Spielen mit den Märchen der Natur (man spricht sanft zu einem Baum, einem Vogel, man ahmt einen Drachen nach, einen Ritter, eine Prinzessin oder eine Hexe, man denkt an Reisen außerhalb der Erinnerung usw).

 

Der erste Drang zum Schreiben äußert sich in einer atypischen Fantasie, die sich verkleidet in Worten der Verweigerung und in Phasen großer Einsamkeit, in Staunen und Verwunderung vor der Schönheit oder der Häßlichkeit der Umwelt, in ungewöhnlichen, gründlichen Empfindungen. Diesen Drang nennt man oft Talent, Gabe, Fähigkeit, künstlerische Veranlagung, kreative Empfindlichkeit, besondere Empfindlichkeit, die sich in jedem Alter auf einmal einstellen können oder in der Jugend unwahrnehmbar wirken und im reifen Alter zum Ausbruch kommen. Es gibt, für das vollständige Auftreten dieses Trugbilds weder Formel noch Definition.

 

Eines Tages gehorchen unsere Hände uns nicht mehr, sie werden unabhängig: sie schreiten, sprechen, entfernen sich und kehren zurück, kommen und gehen, machen uns traurig oder glücklich, lassen uns weinen oder lachen, werden zu Fühlwörtern. Sie sind, in unserer Vorstellung, in voller Trance, in anatomischer Erneuerung. Die Hände erfinden eine andere Topografie des Körpers und der Organe, eine andere Funktion, einen anderen Sinn, eine neue Beziehung zu Sehvermögen und Sprache.

 

Wenn unsre Hände uns (be)schreiben, kommt es zur Verwandlung zwischen ihnen und uns, ihr Ausdruck wird liebevoll (Liebe ist hier das Befremdliche einer Lage, der Schauer des Verlangens. Schreibend wird man wesentlich, konzentriert sich, denkt nach, zerstreut sich, um sich danach umso besser (wieder) zu finden. Die Hände reihen unsre Gedanken aneinander, und die Zeilen pflegen unsre Herzen. Und wir? Wir werfen uns da hinein, wir glauben daran, bevor wir die Arme zum Himmel recken (man muß sich dort die Muse vorstellen), und wir schwingen uns auf. Wir fangen an zu beginnen, wir fliegen, überfliegen das Flachland unsres Alltags. Wir steigen auf, durch die Wolken und Sonnen der Worte. Die Luft ist rein, die Erde so schön! Das Aufblitzen des Lichts versetzt uns in Ekstase, wir entdecken den Unbekannten, der wir sind. Da oben lernen wir, anders zu atmen, wir stehen am Anfang unserer selbst und aller Dinge…bevor wir auf unser Blatt Papier oder auf unsern Bildschirm zurückfallen und die erste Geste des Bewahrens vollziehen. Und wieder gehts los: wir erzählen (uns), wir sprechen miteinander, wir sind auf der Suche nach einer neuen Vernunft, einem Ort der Begegnung, dem Wiedersehen mit unsrer eigenen Geschichte, unserm Anteil an Menschlichkeit.

 

Warum schreiben wir?  Warum schreiben so viele Menschen? (Schreiben als Entwerfen, Bezeugen, Erfinden einer kleinen Welt, als Übermitteln von Gedanken und Gefühlen.

 

Zuerst ist da die Lust am Schreiben, dieser Appetit, dies zarte Erschauern, das wir verspüren, wenn wir Wörter miteinander vermählen, und gleich nach der Feier der Hochzeit unserer Gefühle sehn wir uns wieder und betrachten die Liebesnacht zwischen den Hauptfiguren, ihre Liebesworte, mit mehr oder weniger Befriedigung.

 

Für manche ist Schreiben eine Art von Reparatur oder Trennung von Erinnerungen, eine Befreiung von einer Gefühlsangelegenheit, eine Art, darüber nachzudenken, sich mit diesem auseinanderzusetzen und über jenen lustig zu machen, Bilanz zu ziehen, je nach Bedarf zu verkleinern oder zu vergrößern. „Das ist ein Austreiben der Geister aus der Seele bis in die Fingerspitzen!“ vetraute mir eines Tages der junge Dichter Maximilien Dross an. Andern zu erklären, was man heute verspürt oder früher einmal verspürt hat, erlaubt, Distanz zu gewinnen, die Bitterkeit zu entdramatisieren und das Leben anzunehmen.

 

„Ein gutes Buch hinzukriegen ist stärker als ein Faustschlag!“ sagt ein Faustkämpfer. Hurricane Carter, ein amerikanischer Film, der von der Biographie eines Boxers der 60er Jahre ausgeht, hält vor den Zuschauern ein wahres Plädoyer über die Wirkung des geschriebenen Wortes. Die Handlung des Langspielfilms erzählt uns in Worten und Bildern die Erlösung eines „mißratenen“ Schwarzen, der ins Gefängnis kommt, obwohl er schon für seine Fehler bezahlt hat.

 

Können das Lesen und Schreiben von Gedichten ein mißlungenes Leben verändern? Es ist zu hoffen, denn das Glück des Schreibens gibt das Selbstvertrauen zurück. Durch das Schreiben gewinnt Rubin Carter sein Gleichgewicht, seine Wahrheit und seinen inneren Frieden zurück. Und da jedes Buch seinen Leser findet, finden auch der autobiographische Roman und die Gedichte Carters mindestens einen, der sich für ihren Verfasser interessiert und ihn zu verstehen versucht. Seinem leidenschaftlichen Leser vertraut Carter an: „Ein gutes Buch hinzukriegen ist stärker als ein Faustschlag!“

 

Unsere innere Wahrheit ist schwankend, mal wirklich, mal verblüffend. Überall spüren wir ihre Schwankungen. Die Suche nach der eigenen Wahrheit bestimmt jeden Menschen. Wir schreiben nicht immer, um wahrgenommen (gelesen) zu werden oder um in einen Dialog zu treten. Aber, so banal das auch klingen mag, es ist wichtig, gelesen zu werden und Kritiken (gute oder schlechte) zu bekommen.

 

Bei meinen Gesprächen mit zeitgenössischen europäischen Schriftstellern haben einige mir gestanden, daß die literarische Kritik sie nicht interessiert. Kritik und Werbung sichern das Interesse der Verleger und den Verkauf der Buchhändler, wozu also behaupten: Die wohlbedachte Meinung anderer interessiert mich nicht? Angst vor Bewertung? Vor Lob oder verletzenden Worten? Sie ist begreiflich, aber sobald man mit einem Verleger Kontakt aufgenommen hat und ihm eine Veröffentlichung erlaubt hat, wird man zum Thema, Bezugspunkt, zur Zielscheibe.

 

Das Schreiben ist ein langes Zwiegespräch mit sich selbst, siehe Nathalie Sarraute.

 

Es gibt natürlich Leute, die schreiben, nur um zu schreiben und etwas mitzuteilen, ihr Schreiben zu teilen. Andere schreiben, ohne ein bewußtes Vorhaben. Schreiben in der Verzauberung des Schreibens. Schreiben, um sich, das eigene Selbst ohne Schmerzen zu gebären. Oder um den Andern zu gebären, der seinerseits uns gebiert! Die Dosierung der gemeinsamen Einbahnstraße erfinden. Bande schaffen, den Andern und sich selber ernähren.

 

Schreiben? Vor einigen Jahrzehnten fragte die Zeitung Libération namhafte Schriftsteller, warum sie schrieben. Auf diese immer noch modische Frage antwortete Samuel Beckett: „Zu nichts anderem gut.“ Beredt hatte sein treffsicherer schwarzer Humor Inhalt und Form eines eigenständigen Denkens und Werkes zusammengefaßt.

 

Schreiben heißt Gegenwart schaffen, ergänzen, was uns fehlt. „Mit diesem Mangel fängt alles an,“ sagt der belgische Dichter Eric Brogniet. Schreiben. Über die Leere des Lebens? Über das Leben der Leere? Die volle Leere beschreiben, die schwarze Abwesenheit. Die geleerte Leere neu bestimmen, die weiße Abwesenheit. Lyrik oder Prosa schreiben? Was solls! Die Dichtung schützt die Geheimnisse der Prosaautoren, bewahrt sie besser als jede andere Aussageform chiffriert auf. Die Dichter wohnen und rücken an den Grenzen der (absoluten und relativen) Wahrheiten, verstärken das Endliche mit Hilfe des Unendlichen, das Sichtbare mit Hilfe des Unsichtbaren. Es liegt in ihrem Wesen, ihre Symbole nicht zu verbergen, sondern erahnen zu lassen. Was ist Kultur ohne Dichtung? Menschheit ohne Dichtung ist Beliebigkeit.

 

Näher an der Gegenwart versucht der Dichter und Romanautor Jean d’Ormesson den Schreibakt auf seine Weise zu erklären: „Schreiben heißt, mit Hilfe von Erinnerungen zu erfinden.“ Beim Schreiben holt man Gedanken aus sich heraus, Gefühle und Wahrnehmungen, vertrauliche und gefährliche, mal bereichernd, mal banal oder fabelhaft, aber immer der Dauer untwerworfen, die ihnen das Schreiben verleiht. Die einmal aufgeschriebenen und in Literatur verwandelten, sensiblisierten Worte hinterlassen eine Spur, nennen wir sie Signatur, die den Gedanken mehr oder weniger getreu wiedergeben wird, sie projizieren unser Innenleben auf das Blatt Papier (eine der Oberflächen der Seele), mit seinen labyrinthischen Abgründen (Glück, Verwünschungen, Entdeckungen, Zeichen des Mutes und der Weisheit, Revolten, Leidenschaften usw).

 

Der künstlerische gordische Knoten ist schwer aufzulösen. Wie sollte man den Versuch lenken? Ist das überhaupt nötig? Er allein zählt, nie sein Ergebnis oder seine Deutung. Es spricht für das Schreiben, daß es vom Schreibenden nichts erwartet, und wie er auch beurteilt werden mag, das Schreiben wird bleiben. Mindestens ein Zeuge ist vonnöten, ein Leser, eine Hebamme, wie Aristoteles oder Sokrates in ihren Gesprächen.

 

Gibt es eine Rückenmarksanästhesie der Fantasie? Bringt man seine Fantasie in Schmerzen zur Welt? Jeder Mensch hat Fantasie im Überfluß! Warum genügt ihm das nicht? Warum muß man die schmerzlichen Versuche und den Grundschmerz auf sich nehmen, um zu einer schöpferischen Fantasie zu gelangen und zu ihrer chiffrierten Sprache? Zu Chiffren und chiffrierten Symbolen, die zu den Schätzen der Vorstellungswelt führen? (…) Wenn diese Metapher Sinn hat, heißt das, daß man an etwas Schönem oder Häßlichem „unheilbar erkrankt“ ist, daß man gebären, sich befreien, von einer Schwangerschaft befreien muß, von einem Gewirr von Gedanken, von einer inneren Last, die unsere Atmung und unser Bewußtsein bedrückt. Gemäß dieser Metapher bemerken wir, daß das Neugeborene, unser Text, glücklich ist, stumme Schreie ausstößt in seinen Papierwindeln wie der Gebärende. Ist das der schmerzfreie Akt eines gelungenen Schreibakts? Das hängt vom Erlebten und Gesagten ab.

 

Wie gebiert man Literatur? Mit oder ohne Schmerzen! Die Zeit hat da ein Wörtchen mitzureden, eine Pflegerrolle zu spielen. Das Gebären geschieht in völliger Stille oder mit stilisierten Bewegungen und Gefühlen, die von Natur aus neutral oder abstrakt sind.

 

Am Anfang erhielt der Mensch eine ureigene poetische Natur. Die von der Gesellschaft im Lauf der Zeit auferlegten Zwänge und Verträge haben unsere biologischen Altersstufen und unsere ursprängliche Kreativität beeinflußt. Nach der Kindheit geht beim Menschen immer etwas daneben. Das Erwachsenenalter erlaubt ihm nur, das seit der frühesten Jugend Eingesetzte wieder hereinzuholen… Jedes Kind ist ein Künstler in Miniatur. Der Künstler genießt es zu spielen, er bewahrt noch die Frische, die Unschuld und die Gutgläubigkeit des Kindes. Ich nehme als gegeben an, daß man mit einer Vorliebe für alles Fesselnde, Schöne und Gute zur Welt kommt. Wir versuchen, in den geheimen Windungen unserer Seele eine Besonderheit aufzubewahren, einen Stil, eine vertraute, sinnlich reichhaltige Vorstellungswelt. Das Böse und das Unglück lernen wir später kennen und sie werden uns beigebracht. Selbst wenn unsere ursprüngliche Reinheit von den äußeren Unreinheiten beeinträchtigt wird, selbst wenn die Gesellschaft uns psychisch ausbeutet, werden eines Tages unser gutes Wesen und unsere rein menschlichen Eigenschaften auf dem Gelände der Künste und der künstlerischen Spiele zu uns zurückkehren.

 

Jedesmal wenn man versucht,das Rätsel des Schreibens zu erklären, erneuert und vertieft es sich. Nie zwingt uns das Schreiben dazu, Schriftsteller zu werden, wohl aber, etwas anderes zu werden. Schreiben heißt, das Wesen unseres Auf-der-Welt-Seins wiederzugeben.

 

Es macht Sinn, in Literatur und Kunst von Qualität zu sprechen. Was ist auf die Originalität und den Stil eines Werkes angewandter gesunder Menschenverstand? Die sorgfältige Verwendung von Stoffen und Wörtern in ihrem wirklichen Sinn, in der Geometrie des Kreises, wie es Blaise Pascal geraten hätte, soweit wie möglich in ihrem engsten, gewissesten Sinne, damit der Leser weiter reisen kann auf der erdachten, polysemischen Oberfläche unserer liebsten Wörter.

 

Der Schriftsteller schafft, erhellt und besänftigt Rätsel. Er ist in einer gefährlichen Lage. Ohne Übergang ist er der Körper eines schöpferischen Engels und weiß es nicht. Der Schriftsteller ist in Engelsgefahr. Er ist die schönste Gefahr des Engels, die ihn zum Sprechen bringen wird. Der Zustand des schöpferischen Engels (oder der Muse) ist kein normaler Zustand; er entspricht einem Gefühl der Unwägbarkeit, des freien, beständigen Falls. Sein Schreiben (im Trancezustand) kommt vom Himmel der Symbole auf den weißen, neutralen Ozean des Blattes herab und ist nicht immer die Niederschrift oder die Umdeutung einer wirklichen Geschichte, die er in seinem Kopf eingewickelt hat, sondern ein Vorgang gegen den Strich, der Engelwerdung, der Himmelwerdung, der taubstummen Kommunikation, in Brailleschrift, auf der Haut, in Ohr und Auge, ohne Vorbehalte und Angst vor Kulturen (…). Die letzte Etappe, außerhalb der Trance, die wichtigste vielleicht, ist das Herunterkommen, die Landung und die noch künftige Bewußtwerdung (…).

 

„Man wird nicht als Autor geboren, man wird es beim Schreiben,“ sagt Nicole Biagioli-Bilous, Professorin für französische Sprache und Literatur an der Universität von Nizza. Um besser die Gabe des Schreibens hervorzuheben, würde ich sagen: wir werden als Engel oder Muse geboren und verlieren dann unsere Flügel und unsere Trance, während man uns etwas erzählt, damit wir sprechen lernen, aber wir verwandeln uns beim Schreiben unsichtbar und geheimnisvoll zurück. Beim Schreiben werden wir jünger, zu Engeln, wir erleben wieder das Glück, im Augenblick zu leben.

 

Wozu Gedichte schreiben und sie anderen zu lesen geben?

 

Eine nebulöse Frage, so ungefähr wir Wozu einen Brief in den Briefkasten werfen? Die Mißtrauischen würden mich verbessern: wozu außerdem auch noch eine literarische Zeitschrift gründen? Das ist, als öffnete man einen Brief, der als Antwort auf unseren eintrifft: wir entnehmen ihm fieberhaft seinen Gehalt. Wir rechnen mit allem und nichts. Wir sind Empfänger der Botschaft, für ihren Empfang bestimmt, sie betrifft uns und gibt unserem Alltag ein wenig Sinn.

 

Nut ein Dichter zwingt mit seinen Gedanken dazu, besser zu werden. Und die Ohne-Dichter, die Nicht-Dichter, die Gegen-Dichter schütten ihre Vorwürfe aus: das ist Blabla, metaphorischer Unsinn, rhetorische Verdoppelung, Verwirrung, Wiederholung, Sinnloses, Gestelztes, gezuckertes Ausrufen, Süßlichkeit, dies und jenes und sogar anderes, ganz zu schweigen von Gefühlen, Wahrnehmungen und Rekationen, normal oder nicht. Lassen wir das ruhig zu. „Ändern wir das!“ würde der Dichter sagen.

 

„Die Dichtung verändert nicht die Welt, aber sie schärft und verstärlt das Bewußtsein,“ versichert uns Antonio Gamoneda, einer der größten heutigen Dichter.

 

Der Dichter darf gegenüber dem, was um ihn her geschieht, nicht gleichgültig bleiben, er darf nicht in einer Luftblase oder in einer Zauberkugel leben. Er muß sich einer Bewegung anschließen, seinen Zeitgenossen folgen, mit ihnen leben, behauptet Pierre Vendel, ein lothringischer Dichter des Sozialen.

 

Ein Dichter setzt sein Herz ein. Schreibt damit. Setzt die Hand ein. Schreibt damit.

 

Einsatz des Herzens im Wort auf dem Blatt. Schreiben auf. Vom Innern heraus schreiben. Die Welt zwingen, nicht niederträchtig zu werden. Die Vernunft nach außen kehren. Schreiben, um Wort und Wahrheit miteinander zu verbinden. In Wahrheit schreiben, damit die Wahrheit lebenswichtig wird. Nicht in der Gleichgültigkeit leben. Schreiben um zu reagieren. Reagieren, sich engagieren, zu den Fahnen der Texte der Freiheit eilen. Versprechen, frei zu schreiben. Sich dafür einsetzen. Sein Wort halten. Das Schreiben ins Offene einfügen, wie einen Schlüssel ins Schloß. Den Weg zu einer besseren Welt den anderen schenken. Die Tore des Friedens entriegeln. Sie verteidigen. Die Botschaft des Guten in die Welt tragen. Sie anderen schenken. Schreiben, um zu. Verhandlungen einleiten. Um zu denen zu sprechen, die dessen bedürfen. Sprechend zu schreiben. Aufbrechend zu schreiben. Für die Gerechtigkeit eintreten. Zwischen zwei Seiten, zwei Sätzen kämpfen. Seine Kunst in den Dienst einer edlen Sache stellen. Kämpfer für etwas. Rundum großmütiges Bewußtsein schaffen. Schreiben und Sprechen in einer humanistischen Geste verankern. Das Schreiben verdringlichen. Die dichterische Dringlichkeit schreiben.

 

 

 

Übersetzung : Rüdiger Fischer

Original: Französisch

 

 

 

Homepage RD: www.draghincescu.com

 

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