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Liebe Künstler,

Liebe Freunde,

 

 

Lädt Sie ein, die Werke von 270 internationalen Künstlern zu entdecken

 

Vorab möchten wir euch danken für die finanzielle Unterstützung, ohne die Levure Nr. 14 nicht hätte erscheinen können. Aus Finanzgründen haben wir uns wieder verspätet und um das weitere Bestehen der Zeitschrift gebangt. Wir schätzen eure Großzügigkeit, und wenn es euch wichtig ist, dass wir wieder erscheinen, brauchen wir dringend diese Unterstützung auch weiter… Wir freuen uns über jede Summe, ob groß oder klein. Sie deckt ausschließlich die technische Arbeit für die Internetplattform und das Archiv.

 

Liebe Künstler, liebe Leser, liebe Freunde,

eine ausgezeichnete Auswahl an spannenden Beiträgen erwartet euch auch in der neuen Ausgabe unserer unabhängigen, interdisziplinären, mehrsprachigen, und transnationalen e-zine .

 

Es ist immer wieder ein Wunder, wie die Arbeit an der Zeitschrift stattfindet, wie die Zeitschrift in einer fantastischen Zusammenarbeit von Redakteuren, die über den Globus verteilt leben, zusammenwächst. Wie aus Beiträgen von euch Künstlern aus aller Welt wieder einmal eine neue Ausgabe entsteht. Wie mit Hilfe eurer Kreativität sich aus dem von uns vorgeschlagenen Thema ein organischer Corpus mit einem roten Faden bildet.

 

Unsere Redaktionen sind in der ganzen Welt verstreut, und die Arbeit an jeder Ausgabe funktioniert ausschließlich via Internet. Die meisten von uns sind sich noch nie im realen Leben begegnet. Dies ist möglich, nicht nur Dank der fortschrittlichen technischen Möglichkeiten unserer Zeit, sondern ganz besonders, weil Redakteure aus allen Himmelsrichtungen aus Überzeugung unentgeldlich ihre Zeit opfern, ihre Energie bündeln, ihre Kreativität einsetzten, um etwas Wertvolles entstehen zu lassen.  Trotzdem braucht die Zeitschrift Geld für die Arbeit an der Website, das Hosting von den vielen Beiträgen und des Archives, für manche Fotos und vieles mehr, was wir als Redakteure und Herausgeber nicht selbst leisten können.

 

Wir hoffen, dass ihr, liebe Leser, die immer komplexer werdenden Themen, die Qualität unserer Beiträge und unserer Autoren und Mitarbeiter zu schätzen wisst, und auch unseren Einsatz würdigt. Wir bitten euch uns ein Zeichen dafür zu geben und den Link www.levurellitteraire.com weiter zu leiten an Freunde, Bekannte und potenzielle Unterstützer. Wir bitten euch auch einen kleinen Beitrag zu spenden, der euch den uneingeschränkten Zugang zu der Zeitschrift garantiert.

 

Die neue Levure widmet sich diesmal dem Thema Übersetzung.

 

 

Übersetzung als schöpferischer Akt. Übersetzung als Mittel das Leben in seiner Vielfalt von Ausdrucksformen zu vermitteln. Übersetzung als Überlebensstrategie. Übersetzung als Weg zur Selbstfindung und zum Verständnis der eigenen, inneren Welt sowie der Welt außerhalb. Als Zugang zur inneren und zu der äußeren Welt. Zu der Welt des anderen.

Ob es um das Übersetzten aus einer Sprache in eine andere geht, oder um die Transformation von Emotionen und Gedanken in unterschiedlichen Ausdrucksformen. Übersetzung spielt eine wichtige Rolle für das Erkennen von Lebensmustern, Lebensformen, für die Ermöglichung aber auch für die Entwicklung und Verfeinerung menschlicher Kommunikation.

Wer jemals das Leben abgeschottet, getrennt von dem Rest der Welt durch einen Eisernen Vorhang in einer Diktatur erlebt hat, wird die Bedeutung von Übersetzungen längst erkannt und verinnerlicht haben.

 

Während ich vor der Wende in Rumänien lebte, war Lesen von Literatur, und ganz besonders das Lesen übersetzter Bücher

der unentbehrliche Schluck frische Luft, nach dem wir geschnappt haben und dessen Kraft uns das Überleben ermöglichte. Bücher waren das Vehikel um die größten Reisen im Kopf zu unternehmen, um dem Druck des Lebens nicht ausgeliefert zu sein und an seiner Enge zu ersticken.

 

In Zeiten des Internets bekommt Übersetzung eine immer größere Bedeutung, eine immer stärkere

 

Dringlichkeit/Notwendigkeit. Wenn die Entfernungen sich relativieren, die Welt enger zu werden scheint, als wäre sie geschrumpft, ist es unentbehrlich, dass wir unsere Nachbarn und ihre Welt, ihre Weltanschauung verstehen. Und wir möchten selbst verstanden werden.  Dies zu fördern, wird zur Aufgabe um den Weltfrieden zu unterstützen.

 

In einem globalen Dorf, in dem wir heute leben, müssen sich die Dorfbewohner unter einander verständigen können, sich das Leben gegenseitig übersetzen, um das Leben miteinander zu teilen und zu ermöglichen. Um den Frieden zu unterstützen.

 

Unsere Zeitschrift glaubt an die Vorteile der Mehrsprachigkeit, sowie an die Notwendigkeit und die Aufgabe der Übersetzung in Zeiten der Globalisierung, aber auch in Zeiten, in denen, in Teilen der Welt die Einmischung in die Privatsphäre der Bevölkerung, die staatliche Kontrolle und die Zwänge durch Religion und ihre Unterdrückungsapparate immer stärker werden. In Zeiten, in denen die demokratischen Werte immer ein Stück weiter eingeschränkt werden zu Gunsten von Sicherheit. In Zeiten in denen kritiklos Fakenews Fuß fassen können. Zeiten in denen der diplomatische Diskurs durch rücksichtlose, raue Umgangsformen, Unverbindlichkeit gegenüber gemeinsamen Verpflichtungen auf hoher staatlicher Ebene selbstverständlich zu werden drohen.

 

Der Zugang zu der Welt des Anderen, zu seinem Alltag, seiner inneren Welt, seinen Träumen und Aspirationen, zu seinen Ängsten und Sorgen,  mit Hilfe von Übersetzung und ihrer beflügelnden, nährenden, befreienden,  überlebenswichtigen  Kraft  schützt vor Missinterpretation, Missverständnis und Aggression. Ist ein Beitrag für den Frieden.

 

 

Ich wünsche euch eine angenehme Lektüre!

 

 

Carmen-Francesca Banciu und Levure littéraire

 

 

carmen

 

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