Constantin Tofan & Sorin George Purcaru

 

(Rumänien)

 

 

 

 

 

 

http://www.tinygriffon.com

 

 

 

TRAUMLAND

 

 

 

Fotos: Cristina Galler

Text: Cristina Simion

 

 

 

 

 

 

Constantin Tofan, Maler

Geboren 14.04.1952, Garceni – Vaslui (Romania)

Universität « Al. Ioan Cuza « Iasi – Fakultät für Zeichnungen (1974), Professor Adrian Podoleanu
Akademie der Künste « George Enescu », Iasi – Fakultät der Schönen Künste, Dekorationskunst und Zeichnungen (1994)
Doktor der Philosophie, Universität « Al. Ioan Cuza « Iasi (2010), Professor an der Universität der Künste « G. Enescu“
Mitglied U.A.P.R. 1990, Präsident der Zeitschrift « Artis » 2002-2005
Ausstellungen (Auswahl): 2010 « La Roumanie MAGIQUE“ Galerie Arthis, La Maison Culturelle Belgo-Roumaine, Belgien;  2008 Galerie der Gangolf-Kirchehettestadt, Deutschland; 2007 Halle, Berlin; 2005, 2006 Ausstellungszentrum « C. Brancusi“ Chisinau; 2004 Galerie Gala, Magdeburg; Kunstgalerien « Top Business“ Chicago; 2003 Kunstmuseum Halle, Deutschland; Rumänische Kulturzentrum Budapest, Ungarn, Rumänische Kulturzentrum Wien, Österreich; 2001 Rumänischen Kulturzentrum Venedig, Italien; Centre d’Exposition « Constantin Brancusi » Montreal, Kanada; 1999 Kunst Decouverte, Poitiers, Frankreich; 1998 St. Art Gallery Pierre, Frankreich.
Werke in privaten Sammlungen in Rumänien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Kanada, Israel, USA, Belgien, Mexiko, Spanien, Italien, Schottland, Neuseeland.

 

 

 

 

 

 

Sorin Purcaru, Bildhauer

Geboren 21.06.1971, Galati
Universität der Künste « George Enescu » Iasi, Department of Sculpture (2001), Professor Simon Cristea
Master in Fine Arts (2003)
Doktor der Schönen Künste und Dekorative Künste Universität „George Enescu“ Iasi (2012), Dozent der Kunstuniversität « G. Enescu
Mitglied U.A.P.R. (Union der Rumänischen Künstler) im Jahr 2002; Mitglied des Stiftungs AxArt .
Internationale Ausstellungen (Auswahl): 2013 ‘Transmutation’ Gallery Melnicow, Heidelberg, Deutschland; 2012 ‘Kunst in Grenzkunst « ICR Budapest; 2007 « Eros », Galleria Anixis, Baden, Schweiz; 2006 « Mitteilung », Exhibition Center « Constantin Brancusi » Chisinau; 2005 « Charaktere » Galerie « Anixis ‘, Baden, Schweiz.

Werken in privaten Sammlungen in Rumänien, Schweiz, Deutschland, Österreich, Ungarn.

 

 

 

Man sagt, dass man einen Künstler nicht vollständig verstehen kann , bis man nicht sein Atelier betritt. Ich hatte dieses Privileg, sowohl bezüglich  Constantin Tofan als auch bezüglich  Sorin Purcaru, zum Teil, weil wir die Stadt teilen, die uns ausgebildet hat: Iasi, Rumänien. Iasi ist ein kultureller und künstlerischer Schmelztiegel mit tiefen Wurzeln, die bis zum achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert zurückgehen, das Rumänien bedeutende Dichter, Schriftsteller, Komponisten, Architekten und Künstler gab. Über das historische Erbe hinweg, bleibt Iasi weiterhin ein kulturelles und künstlerisches Zentrum, lebendig und romantisch, was Künstler beherbergt , die dies Tradition schätzen und das Moderne und die Innovation suchen. Sowohl der Maler und Grafiker  Constantin Tofan als auch der Bildhauer Sorin Purcaru sind beispielhaft für diese Mischung zwischen Tradition und Moderne.

 

 

 

 

 

 

Über ihre künstlerische Vision und deren Ausdrucksmöglichkeiten, ist es wichtig zu erwähnen, dass beide Professoren und Doktoren an der Universität der Künste « George Enescu » in Iasi sind, und damit ein Bindeglied für die Kontinuität zwischen dem, was sie von ihrem Meister gelernt haben und das, was sie an deren Studenten und Schülern weitergeben.

 

 

 

 

 

 

Damit trennen sich die Stimmen der beiden Künstler, denn jeder von ihnen hat einen einzigartigen, leicht erkennbaren Stil, um seiner künstlerischen Vision Ausdruck zu verleihen. Dort ihre Stimmen sich ergänzen, nicht nur durch die Materialien, die sie verarbeiten, sondern auch durch ihre Botschaft. Die Unterschiede sind nicht dissonant, sondern harmonisch, wie der Betracher sehen könnte, wenn er genau hinschaut.

 

 

 

 

 

 

Constantin Tofans künstlerische Biographie ist so reich, dass es eine Stunde nehmen würde, nur die Einzel-, Gruppenausstellungen, Camps und Kreativ-preise aufzulisten. Wichtiger als seine künstlerische Tätigkeit sind aber die Elemente seines Kunstcredos, die ihn so beliebt unter diejenigen, die seine Bilder kennen lernen, und so leicht erkennbar von Kunstsammlern machen. Es muss vor allem gesagt werden, dass das künstlerische Programm von Constantin Tofan dem figurativen Fantastischen zugeordnet werden kann. Seine Werke, die als Lieblings-Genre die Landschaft haben, wurden im Laufe der Zeit immer mehr auf Grundformen und Farben fokussiert, haben die gewöhnlichen Elemente verlassen und sublimieren die Figuration auf das Wesentliche: Form und Farbe. Die Farbe ist, anders gesagt, das wichtigste Element der Kontinuität  zwischen den künstlerischen Schaffensperioden von Constantin Tofan. Diejenigen, die sein  Gesamtwerk kennen und lieben, die Sammler seiner Werke aus verschiedenen Schaffensperioden, können das erkennen. Heute und hier sind wir nur einige, die dies bezeugen können, und ich bin, vielleicht nicht zufällig, eine von denen, die seine Arbeit der vergangenen drei Jahrzehnte kennen. Die Vorliebe für Rot, für verschiedene Grautöne und für Schwarz ist geblieben, die Formen wurden aber zunehmend sublimiert. Die meisten Werke dieser Ausstellung sind neueren Datums; einige sind aber vor ein paar Jahren entstanden – und da sieht man noch die konformen Bildelemente.

 

 

 

 

 

 

Sorin Purcaru, der Bildhauer, der heute ausstellt, hat eine plastische Sprache des Imaginären entwickelt, dies, weil er « Plastische Erfindungen » erschafft. Seine Figuren sind fantastische Helden (Zentauren, Zentaurinnen) oder imaginäre, beziehungsweise fantastische Maschinen mit in diesen einverleibten menschlichen Elementen. (Die Flugmaschine oder die Träumeschneidemaschine).

In seinen letzten Schaffensjahren ging er vom Stahl zum Edelstahl und zur Bronze über, und fand in jedem dieser Materialien die Plastizität, die ihm das Holz, seine erste Liebe, verweigert hatte. Sorin Purcaru gefällt die volumetrische Entwicklung auf allen Plänen – einige seiner Figuren wurden eher ins Waagerechte entwickelt (Die Bürde, Die Zentaurinnen), andere wiederum  –  wie zum Beispiel die Maschinen – mehr ins Senkrechte. Die Beine seiner Figuren sind langestreckt, suggerieren eine gewisse Zerbrechlichkeit, kompensiert von der Dynamik der Figuren, die in ihrer vollen Bewegung festgehalten wurden, und, in den meisten Fällen die Arme erhoben oder die Flügel gespannt haben, was den Flug oder das Erheben suggeriert. Sie werden in seinen Werken dekorative Elemente eingefügt sehen (Glocken, Türklinken und Türschlösser), die nicht nur eine Sublimierung der wesentlichen geometrischen Formen sind (wie Kreise, Sphären oder Halbsphären, vereinfachte gekrümmte Linien), sondern eindeutig einen Sinn für Humor bezeugen.

 

 

 

 

 

 

Jawohl, Humor und Bildhauerei müssen Plastizität haben, und die Werke Sorin Purcarus sind hierfür der beste Beweis!

Ich hege die Hoffnung, dass die Entdeckung dieser zwei Künstler Ihnen unvergessliche Augenblicke bescheren wird, selbst wenn so manches Bild, so manches Skulptur Sie überraschen oder sogar aufwühlen wird…

 

 

 

 

 

 

    http://constantintofan.ro/

 

 

 

  http://www.sorinpurcaru.ro/despre.html

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